 |
|
 |
 |
 |
 |
Die "Mini-Donuts"
|
|
|
Eigentlich war es eine Idee, die schon viele Jahre in mir "schlummerte": der Kauf einer Maschine zur Herstellung von "Mini-Donuts" für den Verkauf auf Flohmäkten und anderen Veranstaltungen.
Jedoch ergab sich die Gelegenheit zum Kauf einer solchen Maschine erst, nachdem ich bereits in Brasilien war. Da hatte jemand aufgegeben und zwei Maschinen zum Verkauf angeboten (in Deutschland). Eine der Maschinen schien wohl beim Transport heruntergefallen zu sein, denn den Fotos nach zu urteilen, war diese etwas "verdötscht" und der zweite Teigtrichter hatte offensichtlich dabei den Weg alles Zeitlichen genommen.
Also hatte ich nun eine komplette gebrauchte Maschine plus einen Satz "Ersatzteile" in Deutschland und es dauerte geschlagene zwei Jahre, bis ich einen Weg gefunden hatte, diese nach Brasilien zu bekommen: offizieller Import ueber die Post (DHL).
Als die erste Maschine ankam, war erst einmal das "kalte Grausen" angesagt, denn der Vorbesitzer hatte ganz offensichtlich nichts getan, um die Maschine sauber zu halten und so musste eigentlich alles zerlegt und auseinandergenommen werden, was durch Schrauben, Splinte und Seegerringe befestigt war, um auch noch das letzte verhärtete Öl aus den Innerein der Maschine zu bekommen. Und siehe da, nach einem Tag Intensivreinigung mit Edelstahlwolle, allen möglichen und unmöglichen Lösungsmitteln und viel Kraft, war das Ding blitzeblank sauber.
Nun wurde erst einmal getestet, um einerseits die richtige Mischung für den Teig zu finden und andererseits auch den Geschmack der Brasilianer zu treffen, die alles etwas (viel) süßer mögen, als die Europäer!
Nach etlichen Kilo Versuchsteig war nach drei Wochen eine Mischung gefunden, die im 190 Grad heißen Öl nicht explosionsartig auseinanderflog oder sich zu tennisballartigen Gebilden knüllte. Das Meiste musste weggeworfen werden, was essbar aussah, musste die Verwandtschaft testen.
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
Nun musste natürlich auch eine entsprechende Unterlage her. Also zum Schreiner um die Ecke und einen rollbaren, auf 6 bremsbaren Rädern laufenden schrankartigen Untersatz bauen lassen, der dann über eine entsprechende Werbefirma für umgerechnet unter 15 EUR auch richtig "dekoriert" wurde.
Jetzt sah die ganze Sache schon etwas professioneller aus:
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
Schön aber was tun bei Regen? Und in meiner Ecke Brasiliens regnet es im Frühjahr (wenn es auf der Nordhalbkugel Herbst ist) relativ häufig!
Also wurde im Internet nach "Ruck-Zuck-Zelten" gesucht, aber die meisten Hersteller waren entweder in São Paulo oder noch weiter weg und auch die Preise waren nicht das, was man als preiswert bezeichnen könnte.
Zudem sollte es kein "Ultralight" aus leicht kaputtbaren Aluminiumstäben sein, sondern schon etwas, das auch ein paar Jahre übersteht.
Per Zufall bin ich dann auf einen Hersteller direkt vor der Nase hier bei uns im Ort gestoßen und für umgerechnet 350 EUR war dann ein stabiles 2,5x2,5m-Ruckzuck mit Allem Drum und Dran auf Bestellung gebaut (1 Woche Lieferzeit):
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
Das sah schon recht gut aus und auch der tägliche Verkauf zwischen 16 und 18 Uhr läuft gut. Was übrig bleibt, bekommen die Schüler in der Schule meiner Frau am nächsten Tag als "Nachtisch-Bonbon" zum Mittagessen.
Nun kam die Idee, sich auch mal richtig öffentlich mit den Donuts populär zu machen. Dazu bot sich eine im Oktober stattfindende landwirtschaftliche Ausstellung an, die über 5 Tage geht und erfahrungsgemäß gut besucht ist. Und wenn die Brasilianer schon sonst sparsam sind, für Essen und Kleidung ist immer irgendwie Geld übrig. Für die "Expo" wurde dann noch zusätzliche Werbung angefertigt: ein großes Banner im Fotodruck und eine Aufstellwerbung mit den Preisen.
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|
|
Nun kann es losgehen! Und sollte es auf der Expo erfolgreich sein, dann ist in der Planung, entweder einen kleinen Kombi mit der Maschine und allem was dazugehört auszurüsten und in den Sommermonaten die Strände in der Nähe anzufahren, oder/und sich in der Stadt einen festen Standplatz für den "ambulanten Verkauf" auszugucken (Jahresgebühr ca. 30 EUR) und dort die Stadt mit Mini-Donuts zu versorgen!
Ansonsten sieht man sich hier (ein Bericht mit Bildern ist unter den Brasilienfotos zu finden!):
|
Nach oben
|
|
|
|
Nach oben
|
|